Ausstellung "Schritte zur Erinnerung"
16. Juli 2014
Oberbürgermeisterin Lippmann: Kaum noch etwas erinnere an die Zuchthausgebäude. „Von den Mauern, in denen düstere deutsche Geschichte geschrieben wurde, stehen nur noch Reste.“ Es ist das Verdienst der beiden Historiker Bernhard Gelderblom und Dr. Mario Keller-Holte, dass die Opfer des verbrecherischen NS-Regimes jetzt dem Vergessen entrissen werden.Etwa 10 000 Häftlinge durchliefen von 1933 bis 1945 das Hamelner Zuchthaus, ab 1942 waren es zunehmend Menschen aus Frankreich und den Benelux-Staaten, die Widerstand geleistet oder gegen Sondergesetze verstoßen hatten. Gelderblom und Keller-Holte ist es zu verdanken, dass mittlerweile eine Datenbank existiert, die Auskunft über das Schicksal von 9600 Gefangenen gibt. Exemplarisch haben die beiden Historiker jetzt in 18-monatiger Arbeit eine Ausstellung zusammengestellt, welche die Schicksale der vier Niederländer Piet Mattjissen, Marius Jonker Roelants, Sef van Megen und Johannes Allers, jene der beiden Belgier Gustave Vandepitte und Ortar de Pauw sowie der Luxemburger Familie Schaeger stellvertretend für die anderen Opfer darstellt. In allen Fällen geht es um die Themen Verfolgung und Erinnerung.
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Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Juli 2014 im Nordschiff unseres Münsters zu besichtigen.